buchspektrum Internet-Buchhandlung

Neuerscheinungen 2017

Stand: 2020-02-01
Schnellsuche
ISBN/Stichwort/Autor
Herderstraße 10
10625 Berlin
Tel.: 030 315 714 16
Fax 030 315 714 14
info@buchspektrum.de

Judith Früh

Tatort als Fernsehgeschichte


Historiografien und Archäografien eines Mediums
2017. 425 S. 230 mm
Verlag/Jahr: EDITION TEXT UND KRITIK 2017
ISBN: 3-86916-551-0 (3869165510)
Neue ISBN: 978-3-86916-551-6 (9783869165516)

Preis und Lieferzeit: Bitte klicken


Die Geschichte des TATORT erschöpft sich nicht in seiner Funktion als historisches Dokument (west-)deutscher Gesellschaftsgeschichte. Diese Perspektive, unbesehen ihrer Plausibilität, führt an der medialen Spezifik des Fernsehens vorbei. Denn es ist in erster Linie das Medium selbst, das die Geschichte des TATORT schreibt: Sei es durch die häufige Wiederholung von Klassikern wie TAXI NACH LEIPZIG, DUISBURG-RUHRORT oder FRAU BU LACHT, sei es durch die zunehmende Veröffentlichung von TATORT-Folgen auf DVD oder durch mediale Kontexte und Praktiken wie Publikationen, Fan-Foren und Social Media. Im selben Maße, wie das Fernsehen die Geschichte des TATORT ermöglicht, indem es sie sichtbar macht, belässt es jedoch auch große Teile davon im Verborgenen: Mit Ausnahme der kanonisierten Klassiker werden viele TATORT-Folgen, die älter sind als zehn Jahre, als zu wenig formatiert, zu unansehnlich oder schlicht zu ´unmodern´ in den Archiven belassen und keiner Wiederholung mehr zugeführt. Die historische Tiefenerschließung des TATORT findet nicht mehr im Programm statt, sondern aufgrund der starken, oft nostalgisch besetzten Nachfrage nach alten, selten wiederholten Folgen seitens der Zuschauer und Fans, auf DVD. Übrig bleibt dennoch eine TATORT-Geschichte mit Lücken. Wie diese aussieht, wird in diesem Band beschrieben.
"Mit Ihrer Systematisierung und Zuordnung hat die Autorin eine beeindruckende Arbeit geleistet, die für ´Tatort´-Fans unbedingt lesenswert ist."

Hans Helmut Prinzler, hhprinzler.de, 08. Mai 2017
Früh, Judith
Judith Früh, geb. 1971 in Freiburg/Br. Studium der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Germanistik und Soziologie in Freiburg und Köln; M.A. 1999. Seit 2004 wissenschaftliche Assistentin für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der HFF München.