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Stand: 2020-02-01
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Burkhart List

Die Affäre Deutsch


Braune Netzwerke hinter dem größten Raubkunst-Skandal
2018. 496 S. mit zahlr. Dokumenten. 210 mm
Verlag/Jahr: DAS NEUE BERLIN 2018
ISBN: 3-360-01337-9 (3360013379)
Neue ISBN: 978-3-360-01337-8 (9783360013378)

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Wohin ist die Raubkunst der Nazis verschwunden? Welche Rolle spielt die NS-Vergangenheit deutscher Behörden?

Mit dem packenden, investigativen Sachbuch "Die Affäre Deutsch" greift Burkhart List ein Thema auf, das die Öffentlichkeit immer mehr beschäftigt: die verschwundene Beutekunst des 2. Weltkriegs. Der Fall Gurlitt ist nur das jüngste prominente Beispiel, immer wieder tauchen Raubkunst-Werke unverhofft in privaten Kellern oder Museumsarchiven auf. Viele sollten das "Führermuseum" oder die Sammlung Hermann Göring bereichern.

In der Nachkriegszeit verschrieb sich der jüdische Anwalt Hans Deutsch der Restitution und setzte mehrere große Wiedergutmachungs-Verfahren durch. Zuletzt widmete er sich der Sammlung Hatvany, erstritt 35 Millionen Mark vom deutschen Staat - und wurde wegen Betruges verhaftet. Damit kam die Restitutionswelle weitgehend zum Erliegen, der Staat sparte mutmaßlich Milliarden. Ein Zufall? Hans Deutsch wurde freigesprochen, doch das Lebenswerk des "Mr. Wiedergutmachung" war zerstört.

In den 90er Jahren wurde der Journalist Burkhart List auf die Sache aufmerksam, als in Wien das Gemälde "Berg Sinai" von El Greco aus der Sammlung Hatvany auftauchte. Er begann zu recherchieren und entdeckte eine Verschwörung erschreckenden Ausmaßes. 2005 gewährte der Film "Deutschland gegen Deutsch" aber nur eine erste Ahnung vom langen Arm der NS-Kunsträuber. Jetzt kann List endlich Deutschs Unschuld belegen, vor allem aber, wie ehemalige SS-Angehörige in deutschen Ministerien die Strippen zogen und sich bereicherten. Kein Einzelfall, das Geschäft mit der Raubkunst blüht bis heute. Die braunen Netzwerke auch? Wie tief reicht die Nazi-Vergangenheit der deutschen Staatsdiener? Welche Ziele verfolgten beispielsweise Ernst Féaux de la Croix, Paul Dickopf und Rolf Dahlgrün? Wie nah standen sie und stehen ihre Nachfolger dem Rechtsextremismus?

Minutiös zeichnet Burkhart List die Hintergründe nach und belegt seine Erkenntnisse mit zahlreichen belastenden Dokumenten; spannend wie ein Politthriller!
List, Burkhart
Burkhart List, geboren 1949 in Ziersdorf/Österreich, ist freier Journalist. Nach dem Studium war er als Herausgeber und Redakteur für verschiedene Zeitschriften tätig, u.a. bei der ´Volksstimme´. Ab 1979 freier Journalist mit Arbeiten für den ORF, den ´Stern´, das Magazin ´Basta´ u.a., darunter Reportagen über die Camorra, das südafrikanische Apartheidsregime, die Unrechtsherrschaft im Senegal und in Mauretanien. List deckte den Noricum-Skandal rund um illegale Waffengeschäfte Österreichs mit dem Iran auf. Nach einem Intermezzo als Unternehmensberater gab er ab 1996 den neuen ´Simplicissimus´ heraus und arbeitete ab 1999 wieder als freier Journalist mit Fokus auf internationalen Konflikten und Regierungskorruption. Seit 2003 recherchiert er intensiv zum Thema Wiedergutmachungsbetrug; Berichterstattung u.a. in der ´Süddeutschen Zeitung´, woraus auch der Film ´Deutschland gegen Deutsch. Politkrimi um ein Millarden-Komplott und den größten Justizskandal der BRD´ (Regie
: Michael Juncker) entstand. Burkhart List hat drei Kinder und lebt in Berlin und Wien.