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Neuerscheinungen 2017

Stand: 2020-02-01
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Ulrich Luckhardt, Emil Nolde, Christian Ring (Beteiligte)

Emil Nolde, Die Grotesken


Katalog zur Ausstellung im Museum Wiesbaden und im Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See, 2017
Herausgegeben von Ring, Christian; Luckhardt, Ulrich; Vorlage: Nolde, Emil
2017. 176 S. 149 illustrations. 31 cm
Verlag/Jahr: HATJE CANTZ VERLAG 2017
ISBN: 3-7757-4267-0 (3775742670)
Neue ISBN: 978-3-7757-4267-2 (9783775742672)

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Weltabgewandt: eine neue Seite des Expressionisten
Während Emil Nolde für seine dramatischen Meeresansichten und farbigen Blumengärten berühmt ist, erfuhr seine Vorliebe für das Fantastische und Groteske bisher weniger Beachtung. Welch maßgeblichen Einfluss sie aber auf sein künstlerisches Werk hatten, wird aus seiner Autobiografie und zahlreichen Briefen deutlich. Neben seinem ersten Ölgemälde, den Bergriesen (1895/96), spiegeln auch seine Bergpostkarten noch vor 1900 seine Faszination für das Fantastische: Die Schweizer Berge erhalten dort bizarre menschliche Physiognomien. Die Abkehr von der Realität zugunsten einer grotesken Gegenwelt zieht sich durch sein Werk, von diesen Anfängen über die Grotesken (1905) und Aquarelle von 1918/1919 bis in die Jahre des Berufsverbots unter den Nationalsozialisten. Der Katalog zur Ausstellung, die auch zuvor nie gezeigte Arbeiten präsentiert, entdeckt erstmals eine faszinierende Seite des großen Malers und Aquarellisten neu.
Although Emil Nolde is famous for his dramatic ocean views and colorful flower gardens, his love of the fantastical and grotesque has received less attention to date. Yet, it is clear from his autobiography and many letters that they had a significant impact on his artistic work. Besides his first oil painting, the Bergriesen (Mountain giants, 1895/96), his alpine postcards from before 1900 also display his fascination with the imaginary: here, the Swiss mountains appear as bizarre human physiognomies. His turning away from reality in favor of a grotesque, alternative world can be seen throughout his oeuvre, from its beginnings, to the Grotesken (1905) and watercolors from 1918/1919, to the years when he was forbidden to practice his profession under the Nazis. The exhibition catalogue, which presents works of art never before shown, is also the first to discover a fascinating side of the great painter and water colorist.Exhibition: 30.4.-9.7.2017, Internationale Tage Ingelheim at Museum Wiesbaden; 23.7.-15.10.2017, Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See
Emil Nolde, 1867-1956, Hauptvertreter des deutschen Expressionismus. Nach einer Ausbildung als Möbelzeichner und Holzschnitzer arbeitete Nolde als Lehrer an der Kunstgewerbeschule in St. Gallen. Von 1906-07 Mitglied der Brücke in Dresden. Im Dritten Reich war Nolde als ´entarteter´ Künstler verfemt und wurde 1941 mit einem Malverbot belegt.

Ulrich Luckhardt leitet seit 2012 die Internationalen Tage Ingelheim. Zuvor war er fast 25 Jahre an der Hamburger Kunsthalle tätig, wo er zahlreiche Ausstellungen zur Klassischen Moderne, auch über Lyonel Feininger, kuratierte. Als Autor und Kurator von Ausstellungen, u. a. in der Schweiz und Japan, hat er sich als Feininger-Spezialist weltweit einen Namen gemacht.

Christian Ring, geboren 1976, studierte Kunstgeschichte und Philosophie an den Universitäten Kassel und Bonn. Bei der Nolde Stiftung begann er 2011 zunächst als stellvertretender Direktor, seit September 2013 ist er Direktor der Nolde Stiftung Seebüll.