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Stand: 2020-02-01
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Christoph Hesse

Filmexil Sowjetunion


Deutsche Emigranten in der sowjetischen Filmproduktion der 1930er und 1940er Jahre
2017. 670 S. 230 mm
Verlag/Jahr: EDITION TEXT UND KRITIK 2017
ISBN: 3-86916-552-9 (3869165529)
Neue ISBN: 978-3-86916-552-3 (9783869165523)

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Wenn man von einer Anti-Hitler-Koalition auch in der Filmgeschichte sprechen darf, dann ist Moskau ihre erste Station. Anders als in Hollywood, Paris oder London sollen dort schon ab 1933 antifaschistische Filme entstehen, und es sind auch Emigranten aus Deutschland, die hier ihren Beitrag zu leisten versuchen. Aufgrund von mangelnder Erfahrung auf diesem Gebiet bringen sie jedoch nur wenige Werke zustande, die meisten Vorhaben lassen sich nie realisieren, auch aufgrund wechselnder politischer Direktiven und des bald um sich greifenden Stalin´schen Terrors. Allein: Die wenigen Exilfilme, die in der Sowjetunion entstehen - etwa Erwin Piscators AUFSTAND DER FISCHER (1934), Gustav von Wangenheims KÄMPFER (1936) oder PROFESSOR MAMLOCK (1938) von Herbert Rappaport und Friedrich Wolf -, sind lediglich die Spitze des Eisbergs, das sichtbare Resultat einer Arbeit, die tatsächlich weit darüber hinausgeht. Die vorliegende Studie bietet eine erste umfassende Darstellung: eine Filmproduktionsgeschichte, die auch die zahlreich dokumentierten Projekte und Pläne berücksichtigt, die sich aus vielsagenden Gründen nicht verwirklichen ließen. Dieser Zusammenhang erst gibt dem Begriff Filmexil seine politische Bedeutung.
- Dank
- Zeichen
- Vorläufige Instruktionen: "Der rote Film lockt" - Schlaflose Nacht des Exils - Mittelpunkt der Welt - Filmexil, Exilfilm - Unsichtbare Filme - Kahle Igel - Vorarbeiten der Nachwelt
- Urkatastrophen: August 1914 - Oktober 1917 - November 1918 bis Januar 1919
- Eine filmische Internationale: Hunger - Filmfabrik - Inventur
- Griff nach dem Westen: Abendröte - Wolf und Richter - Das russische Experiment - Metall - Schwarz und Weiß - Heldenlied
- Der Weg ins Exil: Aufstand der Fischer: Ein deutscher Potemkin - Ein Fischerdorf - Kein Meisterwerk
- Brecht bleibt draußen
- Verschollen: Ein sowjetischer Saarfilm - Béla Kun gegen Béla Balázs
- Exil in der Sowjetunion: Katorga - Moskau - Fremde
- Kämpfer: Der Löwe von Leipzig - Reichstagsbrand in der niedersächsischen Provinz bei Moskau - "Denkmal für das anständige Deutschland"
- König der Ostjuden: Alexander Granach: Granach und Wangenheim: Ende einer Freundschaft - Die Wand - Erich Mühsams letzte Stunden
- Heinrich Heine rettet Heinz Goldberg
- Mann im Hintergrund: Hans Rodenberg: Von der Bühne ins Büro - Illegal - Antichambrieren
- Piscators langer Abschied: Auf den Spuren der Zukunft - Der eiserne Strom - Film der Wahrheit - Eine internationale Filmfabrik gegen den Faschismus
- Zaungäste in der Dämmerung: Max Ophüls - Ernst Lubitsch
- Auf dem Korridor: Friedrich Wolf - Béla Balázs - Ervin Sinkó - Wolfgang Duncker
- Professor Mamlock: "Are Jewish Themes ´Verboten´?" - Ein Jude in Deutschland - Der Kampf geht nicht weiter
- Antifa-Kino
- Säuberung - Aper‡u du stalinisme - Namen
- Letzte Zeugen: Heinrich Greif - Hans Klering
- Ende
- Archive
- Filme
- Literatur
- Register
Hesse, Christoph
Christoph Hesse studierte Film- und Fernsehwissenschaft, Germanistik und Philosophie in Bochum und promovierte mit einer Arbeit über formalistische Filmtheorie. Seit 2007 ist er Mitarbeiter des Instituts für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft und des Instituts für Kommunikationsgeschichte und angewandte Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin. Derzeit arbeitet er an einer Edition des Briefwechsels zwischen George Grosz und Hermann Borchardt.