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Gudrun Husmeier

Graf Otto IV. von Holstein-Schaumburg (1517-1576)


Landesherrschaft, Reichspolitik und Niederländischer Aufstand. Dissertationsschrift
2., überarb. Aufl. 2019. 416 S. 8 SW-Abb. 24 cm
Verlag/Jahr: VERLAG FÜR REGIONALGESCHICHTE 2019
ISBN: 3-7395-1170-2 (3739511702)
Neue ISBN: 978-3-7395-1170-2 (9783739511702)

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Graf Otto IV. von Holstein-Schaumburg trat die Regierung in einer Zeit konfessioneller Polarisierung, militärischer Konfrontation und politischer Umwälzung an. Während seiner über dreißigjährigen Herrschaft entwickelte sich der Reichsgraf zu einem geschickt operierenden Politiker: Er modernisierte die Verwaltung, führte die Reformation ein und pflegte enge Beziehungen zu Kaiser und Reich. Als Söldnerführer des Kaisers war er in ganz Europa unterwegs. Durch seine Heirat mit Frauen aus fürstlichem Stand vergrößerte er sein soziales Prestige. Zusammen mit seinen Brüdern, die als Erzbischöfe von Köln Kurfürsten des Reichs waren, festigte er die führende Position seiner Dynastie unter den westfälischen Standesgenossen. Durch die solide Ausbildung seiner Kinder schuf er die beste Voraussetzung für die glanzvolle Blüte, die die alte Grafschaft Schaumburg unter seinem Sohn Ernst erlebte.
Vorwort - 9
1. Einführung: Thema und Methode - 11

2. Die Grundlagen: Dynastie und Territorium - 27
2.1 Landesgeschichtlicher Überblick - 27 / 2.2 Verfassungsstruktur und ökonomisches Profil - 31 / 2.3 Dynastische und politische Vernetzung - 36

3. Lernende Beobachtung und politische Verantwortung - 60
3.1 Humanistische Erziehung und konfessionelles Bewußtsein - 60 / 3.2 Lehnsrecht und Superiorität - 70 / 3.3 Im politischen System Karls V. - 80 / 3.4 Verharren im Wartestand - 88 / 3.5 Pommern: Die Zäsur von 1550 - 91 / 3.6 Das Ende der Samtherrschaft - 97 / 3.7 Konfessionelle Optionen - 114

4. Konsolidierung und Stabilisierung der Landesherrschaft - 124
4.1 Die Abfindung der Brüder - 124 / 4.2 Von der Einheit zur Teilung - 129 / 4.3 Intervention auswärtiger Mächte - 141 / 4.4 Die Herrschaft Gemen - 149/ 4.5 Dynastische Planung und Sukzession - 161

5. Epochaler kirchlicher Traditionswechsel - 185
5.1 Dynastische Neuorientierung - 186 / 5.2 Reformatorischer Umbruch - 194 / 5.3 Ausbau des Bildungswesens - 209 / 5.4 Die Teilgrafschaft Holstein-Pinneberg - 217 / 5.5 Das landesherrliche Kirchenregiment - 222

6. Offensive Besitzstandswahrung: Erfolg und Niederlage - 232
6.1 Das Amt Lauenau - 233 / 6.2 Der Konflikt um die Grafschaft Sternberg - 255 / 6.3 Das Vest Recklinghausen - 264

7. Im Dienste einer Universalmacht - 278
7.1 Unter spanischer Flagge - 279 / 7.2 Pragmatismus und Alternativlosigkeit - 296

8. Krise der Landesherrschaft - 316

9. Resümee - 327

Quellenedition - 337
Territorialkarten - 356
Stammtafel: Jüngeres Haus Schaumburg - 360
Quellen- und Literaturverzeichnis - 361
Orts- und Personenregister - 397
Graf Otto IV. von Holstein-Schaumburg trat im Jahre 1544 die Regierung an, einer Zeit konfessioneller Polarisierung, militärischer Konfrontation und politischer Umwälzung. Während seiner über dreißigjährigen Herrschaft entwickelte sich der Reichsgraf zu einem geschickt operierenden Politiker: Er modernisierte die Verwaltung, führte die Reformation ein und pflegte enge Beziehungen zu Kaiser und Reich. Husmeiers Buch stellt mehr als eine einfache Biografie dar. Es schildert, exemplifiziert am Beispiel einer westfälisch-niedersächsischen Landesherrschaft, den Umbruch der Zeiten vom Mittelalter zur Neuzeit in einem Wirkungsfeld von europäischem Rahmen. Käthe Wüstenhagen, in: Mindener Tageblatt, 1.6.2002 (zur 1. Auflage)